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«München Mord»-Fall aus der Feder von Marcus Mittermeier

Marcus Mittermeier als Kriminaloberkommissar Harald Neuhauser beim Dreh zum 20. Film der ZDF-Krimireihe «München Mord». (Urheber/Quelle/Verbreiter: Victoria Molnar/dpa)
«Mit den Augen eines Schauspielers»: TV-Ermittler Marcus Mittermeier hat das Drehbuch zur 20. Folge von «München Mord» verfasst.

Seit rund zehn Jahren ist Marcus Mittermeier ein TV-Kommissar bei «München Mord» – jetzt hat er zum ersten Mal auch ein Drehbuch für die ZDF-Krimireihe geschrieben. Die Dreharbeiten für den 20. Fall «Die indische Methode» sind gerade abgeschlossen worden.

«Die Idee zu dem Buch kam mir vor fünf, sechs Jahren», erinnerte sich Mittermeier alias Kriminaloberkommissar Harald Neuhauser in einem PR-Interview der Produktion. Er habe nicht nur eine Jubiläumsfolge geplant. «Ich habe auch nach einer Idee gesucht, die drei Ermittler ein Stück weit weiterzuentwickeln», sagte der 53-Jährige, der 2004 als Regisseur den Kinofilm «Muxmäuschenstill» gedreht hat.

Den Bogen abrunden

Sender und Produzent hätten die Idee dankbar angenommen, auch bei den Kollegen sei es gut angekommen, so Mittermeier. «Da ich aber kein professioneller Drehbuchautor bin, hat es etwas gedauert, aus der Idee ein brauchbares Drehbuch zu schreiben. Nun ist es aus meiner Sicht ein Zwischenfazit geworden, wie man den Bogen, den wir über zehn Jahre gelaufen sind, mit der 20. Folge abrundet. Das macht mich froh.»

Regisseur Matthias Kiefersauer, der rund ein halbes Dutzend «München Mord»-Fälle drehte, ist voll des Lobes, weil Mittermeier das Buch «mit den Augen eines Schauspielers geschrieben» habe. «Er kennt die Figuren wahnsinnig gut. Und so ist „Die indische Methode“ eine Schauspieler-Folge, wo auch jede Figur, die dazu gekommen ist, sich gefreut hat, weil sie was zu spielen hat. Ausnahmslos jeder hat Spaß an der Arbeit gehabt. Ein Drehbuch ist einen Arbeitsgrundlage für Leute, die selber Künstler sind. Es wäre ja verschenkt, wenn man das nicht nutzt.»

In der Folge «Die indische Methode» geht es um den Tod einer Internatsschülerin. Für die Dreharbeiten wurde im Pater-Rupert-Mayer-Schulzentrum in Pullach eine fiktive Gedenkstätte eingerichtet – mit Kerzen, Kuscheltieren und Briefen, auf denen «Warum» und «Rest in Peace» geschrieben steht. Kommissarin Flierl (Bernadette Heerwagen) und Kommissar Neuhauser sind sich nicht einig, wen sie festnehmen sollen. Später rollen sie ihren Kollegen Schaller (Alexander Held) auf einer Sackkarre zum Auto und werden dabei von der Direktorin ertappt.

Man darf gespannt sein – auch auf den Ausstrahlungstermin. Er ist frühestens Ende 2024 zu erwarten. Erst einmal läuft als nächster der 17. Film der quotenstarken Reihe, voraussichtlich am 14. Oktober um 20.15 Uhr im ZDF. Die Episode heißt «Der gute Mensch vom Herzogpark».